Programm

Die INNATEX bietet den Besuchern ein informatives Vortragsprogramm. Immer wieder wechselnde fachliche und handelsrelevante Themen lassen Ihren Messebesuch auch nachhaltig für Ihr Unternehmen in Erinnerung bleiben.

Hier finden Sie das Programm der INNATEX vom 18. bis 20. Januar 2020.
(Bitte klicken Sie auf die Titelthemen um weitere Informationen zum Vortrag zu erhalten.)

Samstag

11.00 Uhr // FashionShow

13.30 Uhr // FashionShow

14.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Der Global Organic Textile Standard (GOTS)

Informationsfilm mit anschließender Diskussion

15.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Vom Sinn und Unsinn des Textilrecyclings

Diplom-Chemiker Norbert Henzel, Universität Oldenburg

Unmengen an Bekleidungsstücken werden jedes Jahr aus den Kleiderschränken von Privathaushalten aussortiert und landen meist in der Müllverbrennungsanlage. Wäre es da nicht eine gute Idee, die Altkleider zu recyclen vielleicht sogar einem Upcyclingprozess zu unterwerfen? Möglichkeiten und Chancen des Textilrecyclings – insbesondere von Bekleidung aus synthetischen Polymerfasern – werden in diesem Vortrag angesprochen.

16.00 Uhr // FashionShow

18.15 Uhr // FashionShow Special für unsere Aussteller

Sonntag

Start der Vortragsreihe „Fit für’s internationale Parkett“: Verantwortung für Menschenrechte entlang von Lieferketten, auf Einladung von IVN und EZ-Scout Mandy Piepke

Unternehmen stehen in der Verantwortung, die Menschenrechte zu achten. Sie sollten dafür Sorge tragen, dass entlang der gesamten Lieferkette, vom Feld bis zum Bügel, ökologische und soziale Maßstäbe eingehalten werden.

Von Seiten der Bundesregierung und auch auf internationaler Ebene werden diesbezüglich zunehmend gesteigerte Erwartungen an Unternehmen herangetragen. Diese gelten, unabhängig von Größe, Branche oder Struktur des Unternehmens. Standards und Zertifizierungen sind ein wichtiger Baustein in der Verantwortung, jedoch geht die Unternehmerische Sorgfaltspflicht darüber hinaus.

Sie möchten wissen, was die von der internationalen Staatengemeinschaft definierte Unternehmerische Sorgfaltspflicht beinhaltet und wie Sie einen Beitrag leisten können? Der IVN und EZ-Scout Mandy Piepke laden Sie daher zu einer Mini-Vortragsreihe im Rahmen der Innatex ein.

Anhand von vier inhaltlich zusammenhängenden Vorträgen erfahren Sie,

  • welche Erwartungen an Sie als kleines oder mittelständisches Unternehmen seitens der Politik und Gesellschaft herangetragen werden und
  • wie und wo Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht erhalten.

 

11.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Vortragsreihe Teil 1: Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten: Erwartungen von der Politik an Unternehmen verstehen

Malte Drewes, NAP Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte in der Agentur für Wirtschaft & Entwicklung (AWE)

Die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (VN) formulieren als erstes internationales Rahmenwerk neben den Pflichten von Staaten auch die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Unternehmen sind aufgefordert, negative Auswirkungen zu verhindern bzw. abzumildern. Wie die deutsche Bundesregierung diese Aufgabe umsetzt, das wird im sogenannten Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) beschrieben.

In Teil 1 der Vortragsreihe erläutert Ihnen der NAP Helpdesk der Bundesregierung, welche Erwartungen durch den NAP seitens der Politik an Sie herangetragen werden und wie diese mit weiteren internationalen Standards in Verbindung stehen. Konkret soll im Vortrag vorgestellt werden, was das in der Praxis für Sie als Unternehmen bedeutet. Am Ende des Vortrags haben Sie einen guten Überblick über die aktuellen politischen Entwicklungen zu Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten und Ihrer Verantwortung als Unternehmen.

Sie haben Fragen zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte? Sie möchten menschenrechtliche Sorgfalt aktiver in Ihren Unternehmensalltag integrieren? Sie brauchen Unterstützung bei der Identifizierung von Risiken in Ihren Lieferketten? Der NAP Helpdesk ist Ihr Ansprechpartner.

11.00 Uhr // FashionShow

13.30 Uhr // FashionShow

14.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Vortragsreihe Teil 2: Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten: Risiken analysieren und managen

Malte Drewes, NAP Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte in der Agentur für Wirtschaft & Entwicklung (AWE)

Um ihrer Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte nachzukommen, sollte Ihr Unternehmen über eine entsprechende Strategie verfügen und zielführende Prozesse verfolgen. Kurz gesagt: Unternehmen sollten einen robusten Umwelt- und Sozialmanagementprozess einführen, der mögliche negative Auswirkungen entlang der gesamten Lieferkette ermittelt und Ihnen dabei hilft, diese negativen Auswirkungen zu verhindern oder abzumildern.

In Teil 2 der Vortragsreihe erfahren Sie, wie Sie als Unternehmen eine Risikoanalyse zur Ermittlung der negativen Auswirkungen aufsetzen können. Außerdem wird Ihnen vorgestellt, welche Unterstützungsangebote und Tools wie beispielsweise der CSR Risiko-Check zur Verfügung stehen. Am Ende des Vortrags sind Sie in der Lage, die Prozesslogik der unternehmerischen Sorgfalt zu verstehen diese auf Ihr eigenes Geschäftsmodell zu übertragen.

Dieser Vortrag wird durchgeführt vom NAP Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte. Das kostenlose, individuelle Beratungsangebot der Bundesregierung unterstützt Sie bei der Verankerung menschenrechtlicher Sorgfalt im Unternehmen zu hilft ihnen bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte.

16.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Fairtrade in der textilien Lieferkette Soziale Nachhaltigkeit in der supply chain

Rapha Breyer, TransFair e.V.

Der Fairtrade Textilstandard bietet die Möglichkeit in der gesamten Lieferkette bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Dabei hilft nicht nur die Zertifizierung an sich, sondern ein durchdachtes System zur Stärkung der Arbeiter*innen und Trainingsmodule in verschiedenen Bereichen, welche im begleitenden Textilprogramm bearbeitet werden. Dieses unterstütz die Bemühungen von Marken, die sich Menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in ihrer Lieferkette verpflichtet fühlen.
Rapha Breyer führt durch die Inhalte und stellt die Methoden der Zusammenarbeit vor.

16.00 Uhr // FashionShow

ab 18.00 Uhr //  INNATEX Night // Aussteller- und Besucherparty

Montag

11.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Vortragsreihe Teil 3: Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten:Die Kraft von Multi-Akteurs-Partnerschaften nutzen

Dr. Jürgen Janssen, Bündnis für nachhaltige Textilien und Tobias Dorr, Allianz für Entwicklung und Klima

Einige Herausforderungen, die Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen begegnen, lassen sich besser gemeinsam lösen. Vor allem in Kooperation mit anderen Unternehmen, lokalen Organisationen oder Regierungsvertreter*innen ist es meist einfacher strukturelle Probleme anzugehen.

In Teil 3 der Vortragsreihe stellen sich zwei Initiativen vor, die Sie in Ihrem Nachhaltigkeitsmanagement begleiten: Die Allianz für Entwicklung und Klima ist ein breites gesellschaftliches Bündnis, das Sie gezielt dabei unterstützt, Ihre Emissionen durch hochwertige Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zu kompensieren. Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multi-Akteurs-Partnerschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit vereinter Kraft die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion zu verbessern. Am Ende des Vortrags wissen Sie, welche Unterstützung beide Initiativen Ihnen für Ihr Nachhaltigkeitsmanagement bieten.

https://allianz-entwicklung-klima.de/
Sie wollen sich stärker in nachhaltiger Entwicklung und internationalem Klimaschutz engagieren? Sie reduzieren und vermeiden Emissionen vielleicht sogar schon hier? Dann ist die Allianz für Entwicklung und Klima ein spannendes Forum für sie. Als breites gesellschaftliches Bündnis unterstützt Sie die Initiative bei der Kompensation Ihrer Emissionen durch hochwertige Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern.

https://www.textilbuendnis.com/

Sie möchten die Nachhaltigkeit in Ihrer Lieferkette und in Ihrer Produktion verbessern und können dies als einzelnes Unternehmen nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten umsetzen? Sie möchten sich mit anderen Unternehmen und anderen wichtigen Akteuren zu Arbeits- und Umweltbedingungen entlang von Textil-Lieferketten austauschen und gemeinsam an konkreten Projekten arbeiten? Sie benötigen Informationen zu relevanten Nachhaltigkeitsthemen und Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Maßnahmen? Das Textilbündnis als echte Multi-Stakeholder Initiative bietet den Rahmen und die notwendige Hilfestellung, damit Sie Ihrer eigenen unternehmerischen Sorgfaltspflicht nachweisbar nachkommen und zu Verbesserungen vor allem in den Produktionsländern beitragen können.

14.00 Uhr // Fachforum Obergeschoss

Vortragsreihe Teil 4: Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten: Mit Siegelklarheit und dem Grünen Knopf: Verbraucher*innen Orientierung geben

Sophia von Petersdorff-Campen, Geschäftsstelle Grüner Knopf

Zertifizierungen und Standards sind ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Unternehmerischen Sorgfaltspflicht. Um sich beim Siegelvergleich besser orientieren zu können, stellt die Bundesregierung für Unternehmen und Verbraucher*innen verschiedene Instrumente zur Verfügung:
Siegelklarheit.de ist ein Portal, das anhand sozialer, ökologischer und Glaubwürdigkeitskriterien verschiedene Textilsiegel vergleicht und bewertet. Der Grüne Knopf ist ein Siegel für nachhaltige Textilien, das kürzlich eingeführt wurde.

In Teil 4 der Vortragsreihe werden Siegelklarheit.de und der Grüne Knopf vorgestellt. Am Ende des Vortrags wissen Sie, wie Sie Ihren Kund*innen Unterstützung anbieten können, um sich in der Siegellandschaft zu orientieren. Zudem können Sie einordnen, ob und inwiefern der Grüne Knopf auch für Ihr Unternehmen interessant sein könnte.

https://www.siegelklarheit.de/home

Erkennen Sie Produkte, bei deren Herstellung ökologische und soziale Standards beachtet werden! Siegelklarheit.de hilft angesichts der Vielfalt der Siegel bei der Orientierung.

  • Fairer Handel? Umweltfreundliche Produktion? Welche Siegel zeigen das an?
  • Wie unterscheiden sich die einzelnen Siegel voneinander?
  • Hält ein Siegel, was es verspricht? Wer garantiert das?
  • Welche helfen tatsächlich, die Umwelt zu schützen? Welche helfen, soziale Zustände bei der Herstellung von Produkten zu verbessern?

https://www.gruener-knopf.de/index.html

Für drei Viertel der Verbraucher*innen ist Nachhaltigkeit in Textilien wichtig. Zeitgleich machen es viele Unternehmen bereits vor, dass nachhaltige Mode möglich ist. Das Siegel Grüner Knopf macht diese Textilien sichtbar. Es wird direkt am Produkt angebracht und ist somit leicht zu finden.

Was aber steht hinter dem Grünen Knopf genau? Er ist das staatliche Siegel für sozial und ökologisch hergestellte Textilien. Das Besondere: Das ganze Unternehmen wird geprüft, ob es verantwortungsvoll handelt.

Entspricht das Ihrem unternehmerischen Gedanken? Dann kommen Sie vorbei und erfahren Sie mehr.